Kategorie: Ironie in Wort und Schrift

  • Hörtipp: Die Autobahn-Universität

    Kürzlich machte mich eine Kollegin auf ein interessantes Vortragsformat aufmerksam, welches auf Spotify auf Euch wartet: Der immerwieder lesenwerte Carl Auer Verlag veröffentlich unter dem schönen Titel „Carl Auer autobahnuniversität“ Aufzeichnungen von Vorträgen aus einem breiten Themenspektrum. Von Therapie, über Beratung hin zu spirituellen Themen. Von den vier Vorträgen, die ich bislang gehört habe, finde ich folgenden am amüsantesten:

    Obwohl er schon rund 30 Jahre alt ist, scheint mir der Inhalt noch immer aktuell. Daher eine weitere Hörempfehlung.

  • soziale Verluste und Abschiede ignorieren

    Das Gegenstück zu „gehen ohne was zu sagen“: Wenn jemand heimlich still und leise die Biege macht oder sogar mit Ansage geht, ignorieren wir das am besten.

    Denn jeder Abschied ist nicht nur ein neuer Anfang, sondern auch immer eine gute Gelegenheit inne zu halten um zu reflektieren „Wie sind wir zusammen gewesen?, Was haben wir voneinander gelernt, Welche Erfolge erreicht, welche Niederlagen zusammen erlebt?“ und vieles mehr.

    Es könnte zu Verbindung, Dankbarkeit oder gar gelebter Gemeinschaftserfahrung führen, sich diesen Fragen zu stellen.

    Eine Ausbilderin gab mir übrigens mal das folgende Rezept mit auf den Weg:

    Zu einem guten Abschied gehört immer Bedauern und Bedanken. 
    Bedauern was gewesen ist - oder auch nicht sein konnte  
    und 
    Würdigen was gewesen ist. 

    Oder kennst Du noch andere Formeln für gelingende Abschiede?

  • Tschüss sagen, aber doch nicht gehen

    „Liebe Gemeinschaft, ich brauche dringend eine Auszeit. Die nächsten 3 Monate erreicht ihr mich nur noch per Post. Bitte nehmt Rücksicht darauf. Ob ich danach wieder mit euch reden kann, sehen wir in 3 Monaten.“

    Zwei Tage später: „Nee, Organisationsentwicklung ist mir schon wichtig, da mach ich weiter mit.“

    Fünf Tage später eine mail an alle Gemeinschaftsmitglieder mit einer einseitigen Stellungnahme, warum sie sich prinzipiell nicht an Carearbeiten beteiligen wird, aber die zentralen Dienstleistungen weiter in Anspruch nehmen möchte.

    Im Grunde eine Finte und im Kern wie eine Missachtung von „sag was du tust und tue was du sagst“ – einem Muster des Gelingens.

  • gehen, ohne was zu sagen

    Überfordert vom bunten Treiben? Zu viele Gefühle, Arbeitstreffen, Konflikte oder Missverständnisse?

    Dann nichts wie weg! Aber besser kein Aufsehen erregen und den anderen sagen, an welcher Stelle was überfordernd ist. Besser ist es einfach zu gehen und nach ein paar Monaten heimlich still und leise bekannt zu geben, dass man leider auch nicht wiederkommen kann.

    Wie sonst kannst Du sicherstellen, dass dir niemand bei Seite steht oder möglicherweise nachhaltige Veränderung eintritt?

    Siehe auch https://neu.ideenzentrale.org/mdm6-lieber-nichts-als-nein-sagen/

  • Kleine Textsammlung

    Seit ein paar Wochen begleitet mich die Idee, ein Buch zu schreiben. Da die Hemmschwelle für so ein Buch aber deutlich höher ist und die kleinen Fragmente möglicherweise auch schon entzücken, starte ich hie prototypisch mal mit einem blog.

    Muster des Misslingens & stories vom Scheitern

    über die häufigsten Fehler beim Gemeinschaftgründen und gemeinschaftsgetragene-Betriebe aufbauen – damit ihr sie nicht machen müsst.